404-Fehler-Seiten: praktikable Methoden und schöne Beispiele

404-Fehler-SeiteNeulich sind mir wieder einige ziemlich unpässliche, wenn überhaupt funktionierende Fehler-Seiten untergekommen. Dort landet man ja schnell mal, wenn man ältere Blogartikel aus den Lesezeichen oder Links anderer Beiträge aufruft. Es ist aber für den Betrachter ärgerlich, wenn er den Grund für den ihm präsentierten berühmten 404-Fehler nicht erfährt oder keine Möglichkeit bekommt, schnell nach dem versetzten Inhalt zu suchen und außerdem unnütz für den Betreiber, wenn er dadurch seine Besucher direkt wieder verliert. Daher habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, was eine gute 404-Fehler-Seite bieten sollte und ein paar absprechende Beispiele zusammengetragen.

Meines Erachtens gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die für diesen Einsatzzweck praktikabel wären. Für welche man sich letztlich entscheidet, liegt im Ermessen des Betreibers und sollte passend zu dem angebotenen Inhalt aufgebaut sein.

Einheitliche Optik

ncludvimeo

Es ist grundsätzlich ratsam, die Fehler-Seite im gleichen Layout wie den Rest der Webseite zu halten, damit der Betrachter im Wissen ist, noch immer auf der gleichen Webseite zu sein. Eine blanke, vom Server oder Browser definierte Fehler-Seite (das wäre der Fall, wenn vom Betreiber gar keine 404-Seite definiert wurde) geht jedenfalls gar nicht.

Suchmöglichkeiten

YouCastrJamie Huskisson

… sind immer nützlich! Gerade wenn der Besucher, der auf der Fehler-Seite landete, gezielt nach einem bestimmten Artikel suchte. Sollte der vormals an dieser Stelle vorhandene Inhalt nicht gelöscht, sondern lediglich verschoben worden sein, wird der Besucher den Artikel auch mit Sicherheit finden.

weiterführende Links

Last.FMPeter Kröner

Falls ein Artikel tatsächlich gelöscht und nicht verschoben wurde, ist es sehr sinnvoll, dem Betrachter eine Reihe nützliche Links zu bieten, die ihn zu anderen Bereichen der Webseite weiterleiten. Möglicherweise gibt es dort Inhalte, die ihn ebenfalls interessieren könnten.

Kontaktmöglichkeiten

STUDIO7DESIGNSDeaxon

Ein kleines Kontaktformular oder ein Link zur E-Mail Adresse des Betreibers kann helfen, nicht mehr funktionierende Links ausfindig zu machen. Außerdem bietet es dem Betrachter die Möglichkeit, sich über den Verbleib des gesuchten Inhaltes zu informieren.

Kurze Phrasen, interessante Informationen oder Statistiken

Ich finde es manchmal ganz interessant, einen kleinen Einblick in die Statistiken der besuchten Webseiten zu erhalten. Besonders, wenn ich mich gerade eh auf einer Seite befinde, die nicht den gesuchten “interessanten” Artikel beinhaltet, der mich sonst davon abhalten würde. Eine 404-Seite ist daher ein gute und wenig aufdringliche Möglichkeit, dem Betrachter ein paar Informationen über die möglichen Umstände oder interessante Zahlen aus den Statistiken zu präsentieren.

Entschuldigen, scherzen – Hauptsache Emotionen erwecken

deviantARTSouth Park

Es ist keine schlechte Idee, sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, denn – ähnlich wie der Kunde im Kaufhaus – sollte der Betrachter auf der Webseite der König sein. Schließlich betreibt man sie für ihn und profitiert gegebenenfalls von seinen Besuchen. Wenn es zum Webauftritt passt, kann man die Thematik auch gerne von der humoristischen Seite aufgreifen und das Ganze etwas banalisieren.

Weitere sehenswerte 404-Fehler-Seiten

tix02brightkiteFrye / WilesTwitterChris JenningsSlonky

Für welche Methode(n) man sich auch entscheiden mag – die 404-Fehler-Seiten werden oft sehr unterschätzt. Zumal sie doch im Allgemeinen häufige Absprungseiten sind. Schöne und sinnvoll aufgebaute Fehler-Seiten können helfen, die Zahl der Besucher dauerhaft zu erhöhen.

Wie baue ich meine eigene 404-Seite?

Die meisten gängigen CMS- und Blog-Systeme wie zum Beispiel WordPress werden bereits von Haus aus mit leicht aufsetzbaren 404-Seiten bestückt. Hier besteht nur die Aufgabe, das entsprechende, dafür vorgesehene Template auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Bei anderen (statischen) Webseiten ist allerdings auch nicht viel aufwändiger. Man erstellt sich, ähnlich wie bei einem CMS, eine HTML- oder PHP-Datei, welche die Fehler-Seite beinhalten wird. Zusätzlich wird eine .htaccess Datei benutzt (mit einem Text-Editor eine Datei ohne Namen erstellen, und ihr die Endung .htaccess geben) und mit folgender Zeile bestücken:

ErrorDocument 404 /verzeichnis/404_datei.html

Kleiner Tipp am Rande: Das gleiche Spielchen funktioniert ebenfalls bei all den anderen Fehlermeldungen! Zum Beispiel 403 für unzureichende Zugriffsrechte, 408 für Zeitüberschreitung, 500 für einen Serverfehler durch eine ungültige Anfrage oder 503 für eine Überlastung des Servers wegen zu vielen Anfragen.

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Tags: 8. Juli 2009
Thema: Design Internet Artikel twittern

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